Archiv für February 2007
Steinke-Sprachenindex
Rangliste der Bedeutung von Sprachen nach Wirtschaftskraft
von D. Schah
Welche Fremdsprache lohnt es sich im Hinblick auf die eigenen beruflichen Zukunftsperspektiven besonders zu lernen - einmal abgesehen von Englisch? Um dies herauszufinden, hat das Steinke-Institut das auf das Jahr 2025 (unter Verwendung konservativer Wachstumsprognosen) fortgeschriebene Bruttosozialprodukt aller Länder der Welt auf die betreffenden Sprachen umgerechnet. Die Aussagekraft der so ermittelten Rangliste wird zwar durch einige Faktoren eingeschränkt (Unsicherheit in Bezug auf die Wachstumsprognose, fehlende Berücksichtigung der Fremdsprachenkenntnisse der Sprecher der jeweiligen Zielsprachen, fehlende jeweilige Gewichtung in Bezug auf den Standort des Fremdspracheninteressierten), doch bietet der Steinke-Sprachenindex wertvolle Anhaltspunkte dafür, welche Sprachen man in Zukunft hinsichtlich der persönlichen Karriereplanung besonders beachten sollte.
Berlin – Eine Liebeserklärung
von Solveig Rathenow
Ick bin een Berlina. Ich meine, ein richtiger Berliner. Kein Zugezogener, kein Ich-wohne-bei-Berliner. Ich bin in Charlottenburg geboren, in Reinickendorf aufgewachsen, im Märkischen Viertel (ja, das ist das Viertel, dass Rapper Sido im gleichnamigen Lied als „seinen Block“ bezeichnet) zur Schule gegangen und habe in Mitte mein Abitur gemacht. Mein Vater und dementsprechend auch meine ganze Familie väterlicherseits sind Berliner. Und trotzdem würde ich nie behaupten, dass ich jede Ecke von Berlin kenne. Die Stadt ist einfach zu groß. Obwohl zu groß in diesem Fall nicht negativ gemeint ist. Ich habe nie das Gefühl, dass es sich um eine anonyme Großstadt handelt, eher um eine Ansammlung kleiner verschiedener Gemeinschaften. Jeder einzelne Bezirk ist wie eine andere Welt, und dieser Flickenteppich von Welten macht Berlin zu einem einzigartig vielfältigen Universum.
Eine WG gegen die Einsamkeit
Anna Gavaldas Roman „Zusammen ist man weniger allein“
von Solveig Rathenow
Um die Zeit der kalten, nassen Wintertage bis zum ersten Sonnenstrahl des Frühlings zu überbrücken, hilft eigentlich am Besten ein Buch. Am Allerbesten ist es, wenn es nicht nur irgendein Buch ist, sondern was Besonderes. So wie Anna Gavaldas Werk „Zusammen ist man weniger allein“.
Wer sind die Franzosen?
Auf der Suche nach einem französischem Nationalstereotyp
von Solveig Rathenow
Frankreich und seine Bewohner sind nicht nur unsere geographischen Nachbarn, wir sind mit ihnen über die Jahrhunderte hinweg schon so manche kulturelle, wirtschaftliche und politische Beziehung eingegangen. Obwohl man vielleicht besser von einer leidenschaftlichen, wilden Affäre sprechen sollte, schließlich schwankte die deutsch-französische Beziehung geschichtlich betrachtet so sehr, wie die zweier Liebenden, die trotz größter Unstimmigkeiten einfach nicht voneinander loskommen und es immer wieder aufs Neue miteinander versuchen. Wie viele Politiker und Intellektuelle haben sich schon, auf beiden Seiten, (bildlich gesprochen) in der Rolle des Paartherapeuten versucht!
Doch was wissen wir wirklich über unsere hassgeliebten Franzosen? Gelten immer noch die gängigen Klischees?
