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Horsky, Leo

„Den Erzähler Udo Steinkes, einen ‚Erzähler von Graden und Gnaden‘, wie ihn die Süddeutsche Zeitung 1981 nannte, gibt es erst seit 1980: Mit dem Band ‚Ich kannte Talmann‘ kam ein bis dahin ungehörter Ton ins Erzählen, hier schlug die Kraft der spontan erzählten, der oft selbst erlebten außerordentlichen Geschichte durch. Binnen zwei Jahren legt Steinke nun nach dem Roman ‚Die Buggentaths‘ sein drittes Buch vor: die wunderbare Geschichte von dem Masseur Leo Horsky, der den Holocaust vom ersten bis zum letzten Tag durchlebt und überlebte. Hass kann Horsky nicht aufbringen, und er hat Mühe, sich der Dankbarkeit der Mörder von damals heute zu erwehren.

Die Absurdität einer einzigartigen Überlebensgeschichte, der Zufall als Realitätsprinzip: in einer erstaunlich eindringlichen, äußerst ungewöhnlichen Sprache erzählt uns Steinke, dass das Grauenhafte mit dem Grotesken unauflöslich vermischt ist.

Die schriftstellerischen Erwartungen, die man an Steinke haben durfte, sind hier eingelöst, und was Heinrich Böll zur ‚Talmann‘-Geschichte schrieb, gilt jetzt mehr denn je: ‚Das ist einfach eine wunderbare Geschichte - aus wundersamer Zeit - sehr deutsch -sozusagen doppeldeutsch - und mehr‘.“

Uwe Herms

An einem sonnigen Sonntag taucht bei einem bayerischen Hammelfest der Name eines merkwürdigen Mannes auf: Horsky, Leo. Die Verwöhnten handeln ihn als Geheimtip. Horsky hat Hände ohnegleichen, seine Finger nennt er „meine zehn Männer“ In München, fünfunddreißig Jahre nach Ende der nationalsoyialistischen Diktatur, ernährt er sich von dieser Hände Arbeit.

Im Verlauf der Erzählung stellt sich heraus, dass Horsky wohl der einzige Mensch unter der Sonne ist, der den Holocaust in „jenem Ort in der Nähe der Bahnknoten, Dampfmühlen und Zinkwalzwerke“ vom ersten bis zum letzten Tag überlebt hat. Die „Arbeit seiner Zehn Männer“ war den Mördern unentbehrlich. Noch heute kann sich Horsky ihrer Dankbarketit kaum erwehren. Die Mörder sind unter uns, aber Horsky ist zu Haß, Verfolgung und Rache nicht fähig. Er will nur leben und heilen.

Udo Steinke erzählt in seinem dritten Buch die unerhörteste Begebenheit der deutschen Geschichte in der einzig faßbaren Weise: Er erzählt das Geschick eines einzelnen, der das Grauenhafte auf groteske Weise, durch die Absurdität des Zufalls überlebt.

‚Horsky, Leo, oder Die Dankbarkeit der Mörder‘ ist thematisch und stilistisch mit manchen der früheren Erzählungen (‚Ich kannte Talmann‘, 1980) und mit dem Roman ‚Die Buggenraths‘ (1981) eng verbunden, so dass auch hier gilt, was Hans Werner Richter über Udo Steinke sagte:

„Ein Erzähler von besonderer Art, von einer bemerkenswerten Präzision und von einer stilistischen Eigenart, die sich einprägt und die haften bleibt. Da wird plötzlich poetisch, was alltäglich erscheint, da wird die Wirklichkeit des Lebens - auch seine Brutalität, seine Grausamkeit - zu Märchen. Und immer ist es die Sprache, die dies möglich macht; Udo Steinkes ganz eigene Sprache.“

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Rezensionen:

- Frankfurter Rundschau, 11.12.1982: Über "Horsky, Leo"

- Börsenblatt des Dt. Buchhandels, 1982: Über "Horsky, Leo"

- Saarbrücker Zeitung, 1982: Hier wird massiert

- WamS, 12.06.1983: Der Masseur der Mörder und ihr Dank

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